Brennpunkte in Tecklenburg


Willkommen beim Bürgerbündnis Tecklenburg e.V.

MIT DEN BÜRGERN - FÜR DIE BÜRGER

Das Bürgerbündnis ist ein parteiunabhängiger Verein für Tecklenburg und seine vier Ortsteile. Wir möchten ein Forum sein für interessierte Bürgerinnen und Bürger, die hier ihre Wünsche und Ideen darstellen können.

 


Landesgartenschau 2026 im Raum Tecklenburg?

Thema der Veranstaltung: Vor- und Nachteile bzgl. Planung, Durchführung und Ergebnis der LAGA in Bad Iburg
Datum und Uhrzeit:
06. März 2019, 10:00 bis 20:30 Uhr
Ort: Kulturhaus Tecklenburg
Teilnehmer: Frau Ursula Stecker (Referentin), Geschäftsführerin der LAGA Bad Iburg, 25 interessierte Bürgerinnen und Bürger Tecklenburgs, der Bürgermeister von Lengerich Herr Möhrke
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Eingeladen zu Vortrag und Diskussion zum Thema hatte das Bürgerbündnis Tecklenburg e.V. Der Grund für die Einladung lag in dem Denkanstoß, für Tecklenburg im Jahr 2026 eine Landesgartenschau durchzuführen. Der Vorsitzende des BBT Herr Hellkötter nahm Kontaktz zu Frau Stecker auf, um sie zu bitten, ihre Erfahrungen bzgl. Planung, Durchführung und Ergebnisse der Landesgartenschau in Bad Iburg vorzustellen. Frau Stecker ist gebürtige Ostfriesin, hat Jura studiert und ist seit etlichen Jahren als Unternehmensberaterin tätig (Gastronomie, Dörenberg-Klinik Bad Iburg) und seit 2016 Planerin und Geschäftsführerin der LAGA Bad Iburg.

Planung, Organisation und Durchführung
Es hat sich ein gemischtes Team von 16 Personen aus verschiedenen Metiers (Projektleute, Presse und Marketing) gebildet, das mit einem Budget von ca. 7,2 Mio Euro und einem möglichen Defizit von 135.000 Euro eine Landesgartenschau planen sollte.  Beginn war Anfang 2016, obwohl schon im Jahr 2013 Überlegungen diesbezüglich stattgefunden hatten. Die Finanzsituation ließ damals aber keine weitere Planung zu. Erst als Fördermittel und Sponsoren wie die Sparkasse, verschiedene Landesverbände und Firmen wie Energy ihre Finanzmittel zur Verfügung stellten, konnten sowohl eine Machbarkeitsstudie, eine IHK Gästestrukturanalyse und die LAGA als Stadtentwicklungsprojekt gestartet werden. Dann wurde überlegt, ob Bad Iburg alleine als Stadtgebiet zur Verfügung stehen oder ob eine regionale bzw. überregionale Gartenschau z.B. mit dem Namen LAGA Osnabrücker Land initiiert werden sollte. Man hat sich dann für die Stadt Bad Iburg und einen darin abgegrenzten Bereich entschieden (Wald, Verkehrs – und Wasserflächen und Teile des Schlossbereichs), die miteinander verbunden werden sollten.  Das LAGA-Gebiet wurde mit elf Themengärten, 14 Waldlichtungen, Kunst und Wechselflorflächen, 13 Blumenhallenschauen  und dem Leuchtturmprojekt „Baumwipfelpfad“ (600 m lang und max 28 m hoch) beplant. Verkehrsflächenmäßig wurden 800 Parkplätze (ca zwei ha) am Waldrand und in der Stadt zur Verfügung gestellt. Alle Attraktionen sollten fußläufig und für alle Altersgruppen erreichbar und interessant sein. Damit eine LAGA überhaupt zum Erfolg führt, wurde mit ca. 500.00 Besuchern und einem Eintrittspreis von 10 Euro gerechnet. Um diese erst einmal anzulocken, hat man sowohl Werbung über Radio, Facebook und Instagram laufen lassen als auch Anzeigen in Zeitungen und auf Plakaten in Bahnhöfen installiert. Der Gästeumsatz betrug bei 580.000 Besuchern 32 Mio.€. Davon entfielen auf Übernachtungsgäste 15 Mio. € (157,- € pro Person im Schnitt) und auf Tagesbesucher 17 Mio.€ (35,- € pro Person im Schnitt).

Es waren auch mehr Tagesgäste als Übernachtungsgäste auf der Gartenschau. Die Organisation von Gastronomie (Polster Catering) und Gartenpflege (Pächter mit verschiedenen Verträgen) wurde jeweils an ein externes Unternehmen vergeben, um z.B. dem Konkurrenzdenken der ansässigen Gastronomie- und Gartenbetriebe entgegen zu wirken. Des weiteren wurde ein täglicher 24h-Sicherheitsdienst eingerichtet und ein Sekretariat, das für die Besucher sieben Tage die Woche für Fragen der Besucher zur Verfügung stand. Durch die Ausbildung ehrenamtlicher  Gästeführer ist das Thema Landesgartenschau sehr emotional vermittelt worden und das Wir-Gefühl der Bad Iburger Bevölkerung so stark gewachsen, dass diese auch in Zukunft weiterhin gerne Vorträge und Führungen durchführen möchten. 

Ergebnisse
Die LAGA war ein voller Erfolg, weil eine „schwarze Null“ herausgekommen ist und die Kaufkraft für die Geschäfte in der Stadt Bad Iburg gesteigert werden konnte bzw in Zukunft angekurbelt werden kann, da viele Besucher versprochen haben, demnächst in die Stadt zurückzukehren, um sich weitere städtebauliche und kulturelle Gegebenheiten anzuschauen. Die drei Top-Attraktionen waren der Baumwipfelpfad (Wiedereröffnung am 13.4.2019), kleinere Veranstaltungen für Jung und Alt und der Waldkurpark mit Sonnen– und Schattenplätzen, Wasser- und Waldflächen. Außerdem wurde ein 45 minütiger Film entwickelt, der sowohl über neue Firmenstrukturen, wie z.B.  LAGA gGmbH oder die Baumwipfelpfad gGmbH berichtet als auch über das LAGA Maskottchen RosaLotta.

Diskussion und Resümee
In den letzten 15 Minuten der Veranstaltung hat Frau Stecker Fragen aus dem Publikum beantwortet, die sich auf die Anfangsgeschichte der Entwicklung von Landesgartenschauen bezogen bzw. die Frage, was es für die Städte Tecklenburg, Lengerich usw. bedeuten würde, wenn dort eine LAGA stattfinden würde. Frau Stecker ist der Meinung, dass es aufgrund der langen Tradition von LAGAs in NRW auch hinsichtlich der finanziellen Mittel leichter ist, eine neue Gartenschau zu planen und durchzuführen und dass sich durch die Anbindung an die Autobahnen A 30 und A 1 das Verkehrsaufkommen  gut meistern ließe. Die Werbung müsste auf jeden Fall auch wieder über Radio, Fernsehen und Internet laufen, um verschiedene Altersgruppen anzulocken. Die Aktivierung der Teutobahn als Leuchtturmprojekt  würde sich dafür sehr gut eignen.
Skepsis wurde aus der Runde geäußert bei der Frage, ob sich eine Gartenschau in einem so weitläufigen Bereich von Lienen über Lengerich bis Ibbenbüren  realisieren ließe. Ein Projekt im Teutobereich von Tecklenburg und Lengerich wurde  für machbar erachtet. Den Zuhörern wurde bewusst, welche Herausforderungen ein solches Großprojekt für alle Beteiligten und Verantwortlichen bedeuten würde. Es könne gelingen, wenn alle, Kaufleute, Vereine, Schulen, Kirchen, Firmen und Politiker bereit zur Mitwirkung seien. Eine Landesgartenschau sei am Ende ein Gewinn für die Städte und die Region, dieser Ansicht wurde nicht widersprochen.-  Frau Stecker erklärte sich abschließend bereit, weiter bei Überlegungen und Problemen zur Seite zu stehen
 

Claudia Heitger
Schriftführerin

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Bürgerbündnis - Termine

Zu unserem nächsten Stammtisch treffen wir uns der aktuellen Planung nach am 9. Januar 2020 um 19:30 Uhr. Über den Ort und vorgesehene Themen informieren wir rechtzeitig an dieser Stelle. Außerdem bitten wir um die Beachtung der Tagespresse.

Tecklenburger Termine

Sitzungstermine im 4. Quartal 2019

  • 08.10. | 17:00
    Ausschuss für Umwelt, Kultur und Touristik
  • 29.10. | 17:00
    Haupt- und Finanzausschuss
  • 05.11. | 17:00
    Bau-, Planungs- und Stadtentwicklungsausschuss
  • 12.11. | 17:00
    Rechnungsprüfungsausschuss
  • 19.11. | 17:00
    Rat
  • 26.11. | 17:00
    Ausschuss für Familie, Schule und Sport
  • 03.12. | 17:00
    Haupt- und Finanzausschuss
  • 10.12. | 17:00
    Werkausschuss Abwasserwerk
  • 17.12. | 17:00
    Rat

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